Döttling Baur(t) – Sieg im Nervenkrimi

Herren III  – Kreisliga B

TG Weigheim I versus TTC Rottweil III   7:9

Mit einer Aufholjagd erster Güteklasse ergatterte sich eine vermeintlich ersatzgeschwächste Rottweiler Mannschaft beinahe aussichtslos mit 3:6 zurückliegend doch noch den umjubelten Sieg im Entscheidungsdoppel.

Bereits eine Woche nach der viel zu hoch ausgefallenen Auftaktniederlage beim Verbandsneuling TTC Villingen schien es auch im östlichsten der elf Stadtbezirke Villingen-Schwenningens schon nach den Eingangsdoppen wieder alles andere als einen positiven Spielverlauf zu nehmen. Einzig die Paarung aus Markus Döttling und Vladimir Logunov gewann ihre Partie mit 3:0 Sätzen – wobei dessen Vater, Robert Döttling, an der Seite Philipp Baurs sogar das Kunststück realisiert bekamen, erst sechs Matchbälle und im Endeffekt auch das Spiel zu vergeigen.

Nach einer sehr unglücklich knappen Niederlage Selin Wehrmanns im vorderen Paarkreuz folgten jedoch zwei recht souveräne Siege des trainingsschwachen, jedoch spielstarken Philipp Baur und des trainingsstarken, jedoch spielschwachen, aber – Gott sei Dank – spielglücklichen Robert Döttling. Als die Gastgeber darauffolgend allerdings die nächsten drei Partien überraschender- wie unnötigerweise zu ihren Gunsten entschieden, schien die drohende Niederlage für die Reichsstädter äußerst wahrscheinlich.

Auf den Geschmack des Sieges kommend nagte Philipp Baur auch seinen zweiten Gegner des Tages im Spitzeneinzel mit 3:0 ab, um anschließend seine leicht resignierten Mannen und Frauen noch einmal motivierend einzuschwören. Von dieser Ansprache beseelt und von Seiten ihres Trainers Markus Woehrstein gut ein- und umgestellt, luchste die 18-Jährige Selin Wehrmann mit einer aufopferungsvollen Leistung ihrem erfahrenen Gegenüber doch noch den Sieg im fünften Satze ab. Hiervon berauscht drehten auch die im ersten Einzeldurchgang unterlegenen Markus Döttling und Yusup Tevs so richtig auf und gewannen ihren Partien absolut souverän. Nun lag es fortan an Teamkapitän Döttling senior, seinen Mannen vor dem darauffolgenden Abschlussdoppel den Sieg oder wenigstens ein Remis aufzulegen – doch leider hatte dessen Gegenüber etwas dagegen. Giftige Seit-Überschnitt-Aufschläge, aggressive Vorhand-Topspins und kaum leichte Fehler im Auf- und Rückschlag. Kein realistischer Zugriff in´s Spielgeschehen, sondern vier Matchbälle gegen sich. Doch mit dem letzten Mute der Verzweiflung besann dich der wohl beste Returnboard-Spieler des Bezirkes endlich zu seinen eigen(tlich)en Stärken: Topspins- Topspins- Topspins! Von eben jenem couragierten Schlussspurt äußerst beeindruckt, war auch Döttling´s geliebte Fortuna wieder zur Stelle. In jeder Situation, in der es, trotz seines mittlerweile agierenden Topspin-Spieles, fortan wieder eng zu werden drohte, war sie ihm mit einem sogenannten „Kolben“ bzw. „Bau(e)r“ hold. Das Comeback des Tages war perfekt – Spiel, Satz und Sieg, Döttling.

Während im Einzel noch die taktisch-technische Hilfestellung seines 1. Vorstandes von Nöten war, lief es im anschließenden Schlussdoppel bei R. Döttling und dessen ungeschlagenem Partner Philipp Baur wie von Wunderhand. Eier-Bälle Bauer – stark unterschnittene Schupfbälle Döttling – effet-reiche Topspins Döttling – sichere Blocks und Schüsse Bauer. Das gegnerische Doppel hatte zu keiner Zeit auch nur den Hauch einer Chance.

 

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